CAVE

Projektleitung

Medizinische Universität Innsbruck

Laufzeit

01.10.2021 - 30.09.2023

Fördergeber

FFG KIRAS

Ansprechperson

Vanessa Kulcar

Gesundheitliche Krisenereignisse wie Epidemien und Pandemien stellen besondere Herausforderungen an das Krisenmanagement. Besonders bedeutsam ist hierbei die Betrachtung vulnerabler Gruppen. Das Projekt CAVE hat es sich zum Ziel gesetzt zu analysieren, wo in Zukunft bei gesundheitlichen Krisensituationen Risiken und Vulnerabilitäten bestehen können und wie diesen partizipativ begegnet werden kann. Partizipative Zugänge sind zentral, um vulnerable Gruppen zu erreichen und in das Krisenmanagement zu integrieren. Community Engagement bezeichnet dabei die Einbeziehung von Betroffenen und lokalen Stakeholdern in allen Phasen des Krisenmanagements, inklusive Entscheidungen über Vorsorge und Bewältigung. Diese Integration in Entscheidungsprozesse kann entscheidend für die Adhärenz und die Kooperation der betroffenen Gruppen sein. Zudem ermöglichen partizipative Strategien, Indikatoren für Vulnerabilität und Resilienz besser abzubilden, sodass betroffene Personen einerseits die notwendige Unterstützung erhalten, andererseits aber auch ihre eigenen Ressourcen nutzen können. Grundlage hierfür ist, dass Vulnerabilität nicht eindimensional betrachtet wird, sondern die Intersektionalität verschiedener Vulnerabilitätsfaktoren berücksichtigt wird. Zudem müssen nicht nur Vulnerabilitäten, sondern auch Stärken und Ressourcen verschiedener Gruppen in Betracht gezogen werden.

Modelle für Community Engagement wurden bereits in anderen Kontexten entwickelt und etabliert. Diese beziehen sich jedoch meist auf einkommensschwache Länder, während es wenig Erkenntnisse über Community Engagement während Gesundheitskrisen in einkommensstarken Ländern wie Österreich gibt. Die aktuelle COVID-19 Pandemie zeigt jedoch, dass hier eine Lücke besteht, die geschlossen werden sollte. Das Projekt CAVE soll hierzu einen Beitrag leisten.

Im Projekt werden sozial- und geisteswissenschaftliche Katastrophenforschung mit technischen Anwendungen verknüpft werden. Zudem findet die Forschung in enger Kooperation mit Stakeholdern, beispielsweise aus der Behindertenhilfe oder Altenpflege, statt. Das Ziel ist eine Entwicklung von Modellen, die Community Engagement und Vulnerabilität, aber auch Resilienzfaktoren abbilden. Diese sollen darstellen, wie möglichen zukünftigen endemischen und pandemischen Szenarien partizipativ begegnet werden kann.  

Projektpartner:

  • Paris-Lodron Universität Salzburg
  • Universität Innsbruck
  • Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
  • Bundesministerium für Landesverteidigung
  • Österreichisches Rotes Kreuz
  • Lebenshilfe GmbH
  • Spatial Services GmbH
  • safeREACH GmbH

 

Weitere Infos zum Projekt auf der Projektwebsite.