Public Health

Public Health ist seit jeher ein sehr dynamischer und interdisziplinärer Bereich, der sowohl Natur- als auch Sozial- und Kulturwissenschaften inkludiert. Der wissenschaftlichen Perspektive nach ist es heute ein stark sozial- und humanwissenschaftlich orientierter Bereich mit dem Ziel den physischen und psychischen Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern, um dabei der Weiterentwicklung des Gesundheitssystems im Sinne einer wachsenden Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden. Multidisziplinäres Arbeiten ist umso entscheidender, wenn es um die Reduktion der Auswirkungen von Epidemien und Pandemien geht.

Der Informationsaustausch zwischen Sektoren (z. B. Tiergesundheit, Veterinärwesen, Verkehr, Lebensmittel, Wasser und sanitäre Einrichtungen) ist der Schlüssel zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen und zur Bewertung des sich entwickelnden Risikos. Da Infektionskrankheiten keine Landesgrenzen einhalten, ist eine enge Zusammenarbeit und Koordination zwischen nationalen und internationalen Strukturen von grundlegender Bedeutung, um Morbidität, Mortalität und gesellschaftliche Störungen zu begrenzen. Die Herausforderungen bei der Vorsorgeplanung für eine Pandemie, wie wir sie mit Covid-19 erleben, sind vielfältig und spiegeln die Unsicherheiten hinsichtlich der Art und Weise wider, wie sich ein solches Ereignis manifestieren könnte, sowie dessen mögliche Auswirkungen. Eine umfassende und interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Public Health Themen kann auch den Übergang von der Katastrophe zur Wiederherstellung des gesellschaftlichen Alltags effektiver gestalten.

Die Arbeitsgruppe widmet sich dem Einfluss von Gesundheit und Krankheit auf die Gesellschaft, im Kontext von Katastrophen und Großschadensereignissen, sowie mit der Entwicklung von Maßnahmen für die Prävention, Gesundheitsförderung, verbesserte medizinische Versorgung und Kontrolle der Umweltbedingungen.

Zu ihren Kerndisziplinen bzw. zentralen Fachgebieten gehören die Katastrophenmedizin, die Katastrophenpsychologie, die Epidemiologie, die Gesundheitssoziologie und Gesundheitspsychologie, die Gesundheitsökonomie und die mit Gesundheitsfragen im Kontext von Katastrophen befassten Teilgebiete der sowie die mit Gesundheitsfragen befassten Teilgebiete der Politikwissenschaft, der Rechtswissenschaft, der Philosophie und Ethik. Wichtige anwendungsorientierte Fachgebiete sind Teilbereiche der Betriebswirtschaft und Organisationswissenschaften, der Umwelt- und Arbeitsmedizin und vor allem die Sozialmedizin.

 

Koordination

Barbara Juen

ao. Univ.-Prof. Dr.
Barbara Juen

Institut für Psychologie
Universität Innsbruck

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